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Wissenschaftliche Begleitung des Projektes "Basale Interaktion® - erlebnisorientierte Kommunikation bei Menschen mit Demenz"

Im Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in Kaiserslautern wurde 2015 das mehrjährige Projekt "Basale Interaktion® - erlebnisorientierte Kommunikation bei Menschen mit Demenz" gestartet. Vor allem durch die kontinuierlichen Praxiscoachings im direkten Arbeitsumfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollte eine hohe Nachhaltigkeit in der Qualitätssicherung, im besonderen Maße eine Stärkung des Pflegebewusstseins und der Gesundheitsentwicklung erzielt werden.

Auch die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sollten noch besser erkannt und durch sinngebende Interaktionen umgesetzt werden.

Außerdem sollten mit diesem praxisbezogenen Konzept die Teamentwicklung in den Wohnbereichen gestärkt werden. Damit die geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Umsetzung auch intern eine kontinuierliche Begleitung bekommen, die auch über das Projektende hinaus geht, wurden im ersten Projektjahr 2015 zunächst einmal 6 Mitarbeiterinnen zu Praxisbegleiterinnen für "Basale Interaktion weitergebildet Alle Absolventinnen haben am 3. Mai 2016 Ihre Prüfung als "Praxisbegleiterin für Basale Interaktion" mit Erfolg bestanden. Die Praxisbegleiterinnen unterstützen seitdem die Teams.

In einer weiteren Schulungsphase wurden dann im 2. Halbjahr 2016 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Pflege, den sozialen Diensten und der Führungsebene in dreitägigen Grundkursen geschult. Die Teilnehmenden konnten 2016 die Grundkursschulungen erfolgreich abschließen. Danach durchliefen in einer weiteren Schulungsphase ab Januar 2017 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kleingruppen von 6-7 Personen die Aufbaukurse. In einem Refresher- und Vertiefungstag wurde dabei zunächst ein einfaches mobilisierendes Bewegungskonzept umgesetzt, um die Eigenbewegung und Mobilisationsspielräume der Bewohnerinnen und Bewohner zu erweitern. In den Praxisbegcoachings und Supervisionen konnten die erlernten Fähigkeiten dann direkt mit den Bewohnern eingeübt und umgesetzt werden.

Parallel dazu wurden kontinuierliche Praxiscoachings und Supervisionen für die Praxisbegleiter/innen für „Basale Interaktion“ (BI) angeboten.

Der Projektprozess wurde in regelmäßigen Steuergruppenmeetings analysiert und motiviert.

Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes liegt im Aufgabenbereich des Institut für Technologie und Arbeit e. V. an der Technischen Universität Kaiserslautern unter der Leitung von Prof. Dr. habil. Klaus J. Zink. Herr Dr. Eierdanz und Frau Blaudszun-Lahm haben die Befragung nach dem Heidelberger Instrument zur Lebensqualität demenziell erkrankter Menschen durchgeführt und ausgewertet. Die Bedeutung von H. I. L. D. E. Im Pflegealltag sensibilisiert für individuelle Kompetenz und Bedürfnislagen (Perspektivenwechsel) und sensibilisiert die Auswirkungen des eigenen Handels besondere als Pflegeperson, auch in der langfristigen Förderung der Lebensqualität.

Im Februar 2018 wurden die ersten Ergebnisse durch Herrn Dr. Eierdanz und Frau Frau Annette Blaudszun-Lahm vorgestellt. Der erste Fragebogen wurde vor den Schulungen und der zweite Fragebogen nach den Schulungen (Grundkurs, Aufbaukurs, Praxoiscoachings) ausgewertet.

Es ging dabei um folgende Fragen:

a. Können Sie erlernte Elemente der „Basalen Interaktion“ (BI) im Pflegealltag anwenden?

b. Fühlen Sie sich bei der praktischen Anwendung von BI im Pflegealltag ausreichend geschult?

c. Fühlen Sie sich bei der praktischen Anwendung von BI im Pflegealltag ausreichend begleitet und unterstützt?

d. Sind Sie durch die BI sicherer beim Mobilisieren von Bewohnern mit hohem Unterstützungsbedarf?

e. Ist das Mobilisieren von Bewohnern für Sie weniger körperlich anstrengend als ohne die Kenntnisse von BI?

f. Können Sie die erlernten Instrumente der non- verbalen Kontaktaufnahme in Bezug auf stark eingeschränkte Bewohner nutzen?

g. Haben Sie das Gefühl, durch die Anwendung der BI das Wohlbefinden Ihrer Bewohner zu steigern?

h. Haben Sie das Gefühl, dass sich durch die Anwendung von BI die Bewegungsfähigkeit / Mobilität Ihrer Bewohner gesteigert hat?

i. Haben Sie – alles in allem – das Gefühl, dass die Bewohner von der „Basalen Interaktion“ profitieren?

j. Haben Sie das Gefühl, dass sich durch die Anwendung von BI Ihre Zufriedenheit bei ihrer täglichen Arbeit gesteigert hat?

Gut die Hälfte bestätigt die gute Wirkung der BI, ein Drittel teilweise, bei Teilnehmern an den Coaching 80-100%.

Darüber hinaus führte die Befragung unter Berücksichtigung weiterer qualitätssichernder Maßnahmen mit vielen Schnittmengen zur BI zu einer deutlichen Verbesserung bei der Bewertung der Unternehmenskultur (Betreuungsqualität, Arbeitgeberattraktivität, Wertschätzung, Kommunikation, Partizipation, Führung) und zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitszufriedenheit.Auch wenn die Handlungsspielräume der Pflegenden und Betreuenden durch die gesetzlichen Vorgaben eng sind, hat es das Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in Kaiserslautern geschafft durch Innovation, Begeisterung, Kreativität und Teamgeist den Handlungsspielraumim im Sinne einer höheren Lebensqualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und sicher auch der Bewohnerinnen und Bewohner zu erweitern. Wir freuen uns diesbezüglich schon jetzt auf die abschließende Befragung.

Der Heimleitung Frau Asal von Wuthenau und ihrem gesamten Team zollen wir einen großen Respekt, dass SIE es möglich gemacht haben, das Konzept der BI so erfolgreich umzusetzen.

Michael Meyer,

Geschäftsführung communicari concepts

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