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Behandlung Basale Interaktion Kehrt/Schueppert

Basale Interaktion: Mehr Qualität statt Quantität - Online-Artikel "Die Schwester-der Pfleger"

Online-Bericht Basale Interaktion:

Mehr Qualität statt Quantität

https://www.bibliomed-pflege.de/zeitschriften/die-schwester-der-pfleger/heftarchiv/ausgabe/artikel/sp-11-2018-forensische-psychiatrie-pflege-hinter-stacheldraht-und-hohen-mauern/36657-basale-interaktion-mehr-qualitaet-statt-quantitaet/

Gerontologische Pflege

Seit drei Jahren wird die Basale Interaktion im Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in Kaiserslautern umgesetzt. Profitiert haben davon nicht nur die Bewohner, sondern vor allem die Mitarbeiter selbst.

Was hat es mit diesem Konzept auf sich?

Vor drei Jahren fing alles an: Die Basale Interaktion zog in das Team des Caritas-Altenzentrums St. Hedwig in Kaiserslautern ein. Mittlerweile ist die anfängliche Skepsis der Begeisterung gewichen: „Wir sind dankbar dafür“, fasst Praxisbegleiterin Renate Kehrt ihre Erfahrungen mit dem Konzept zusammen. Angefangen hatte alles mit einem Ziel: „Wir wollten die Lebensqualität und das Wohlbefinden unserer Bewohner verbessern und die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen“, erklärt Kehrt. Aus diesem Zielvorhaben entstand 2015 das Projekt „Basale Interaktion – Erlebnisorientierte Kommunikation bei Menschen mit Demenz“. Begleitet wurde es von Michael Meyer, dem Gründer des Konzepts.

Ein neues Teamverständnis

„Bei der Basalen Interaktion steht zuerst einmal der Anwender im Zentrum“, beschreibt Michael Meyer. Wer das Konzept umsetzen will, brauche neben Empathie auch den Mut, etwas anders zu machen, sich auf etwas Neues einzulassen. In Schulungen lernen die Pflegenden daher zuerst, ihren Selbstwert zu stärken und eine positive Haltung zu ihrer Arbeit aufzubauen. Es müsse einem selbst gut gehen und man müsse seine eigenen Fähigkeiten wertschätzen, sagt Meyer. Erst dann könne Stress abgebaut werden. Die eigene Zufriedenheit wirke sich dann unmittelbar auf die Bewohner aus: „Erst wenn man selbst entspannt und achtsam ist, kann man die Fähigkeiten und Bedürfnisse des Bewohners erkennen und darauf eingehen“, erklärt der Coach. „Das tägliche Handeln muss zum Erlebnis werden.“ Das ist der erste Schritt. Diese Erfahrung machten auch Judith Schüppert und Renate Kehrt. Die gerontopsychiatrische Fachkraft und die Praxisbegleiterin waren von Projektbeginn an dabei. Zunächst wurden über ein Jahr hinweg Praxisbegleiterinnen ausgebildet. Danach wurde das ganze Haus geschult – inklusive Verwaltungsapparat. Seither hat sich vieles geändert: „Der Zusammenhalt im Team ist jetzt viel größer“, erzählen die beiden Pflegerinnen. „Das macht die Pflege viel einfacher, weil wir uns gegenseitig helfen.“ Man wisse einfach, dass jemand da ist. Das stärke einem den Rücken. „Heute schaffe ich das nicht, kannst du das bitte für mich übernehmen?“ – so eine Aussage sei jetzt kein Problem mehr.

Der zweite Schritt des Konzepts ist die Interaktion mit dem Bewohner. Hier konzentriert sich alles auf die vorhandenen Ressourcen. „Jeder Mensch kann etwas besonders gut“, betont Michael Meyer. Diese besonderen Fähigkeiten gelte es aufzuspüren und zu motivieren. „Eine Beziehung knüpft man am besten immer da, wo jemand etwas besonders gut kann oder sehr gerne mag.“ Am besten funktioniere das über Berührungen und Mobilisierungsbewegungen, die in kleinen, achtsamen Schritten gemeinsam aufgebaut werden.

Kleine Schritte, Zuwendung – braucht das nicht viel mehr Zeit? – Nein, ganz und gar nicht, sind sich Judith Schüppert und Renate Kehrt sicher. „Am Anfang dachten wir das auch“, erinnern sich die beiden Pflegerinnen zurück. „Aber mit der Zeit merkt man, dass dem nicht so ist. Weil man Basale Interaktion immer in sein Tun integrieren kann.“ Denn man müsse so oder so zu den Bewohnern. „Es war uns nur nicht bewusst, dass es zum Beispiel auch eine Interaktion ist, wenn man jemanden über den Kopf streicht.“ Solche kleinen Interaktionsschritte könne man immer integrieren. Früher sei die Dekubitusprophylaxe zum Beispiel standardmäßig gemacht worden, immer nach demselben Schema. Heute wird ein Gang ins Zimmer, um das Fenster zu öffnen, auch dazu genutzt, eine Mikrolagerung durchzuführen.

„Wenn alles ‚schnell, schnell‘ geht, sind der Bewohner und man selbst unzufrieden“, erklärt Renate Kehrt. Man brauche dann auch länger, weil es eventuell zu Ablehnung kommt. Handle man dagegen im Miteinander, mache der andere auch besser mit. „Jeder wird dort abgeholt, wo er sich gerade befindet. Der Bewohner bestimmt den Weg.“

Interaktion bewusst machen

Die Idee für das Konzept entstand aus der Not heraus: „Trotz vieler Schulungen zur Kommunikation in der Betreuung von Menschen mit Demenz fehlte es einfach an der Nachhaltigkeit“, erklärt Motivationstrainer Michael Meyer. Häufig würden Routinen im Alltag schlicht abgearbeitet. Das gemeinsame Handeln und Kommunizieren sei verloren gegangen.

Dieses Aufeinander-hören-und-achten soll mit der Basalen Interaktion wieder zurückgewonnen werden. Hilfsmittel dafür ist die nonverbale Kommunikation: „Es gibt vier internationale Sprachen, die jeder Mensch versteht“, sagt Michael Meyer. „Atem, Bewegung, Berührung und Musik.“ Bei der Basalen Interaktion spielen sie eine ganz zentrale Rolle, das weiß auch Judith Schüppert. „Wenn in der Biografie steht, dass der Bewohner gerne Schlager gehört hat, dann mache ich zum Beispiel während der Mobilisation diese Musik an. Dann können wir zum Beispiel gemeinsam langsam schunkeln und vielleicht rhythmisch zur Toilette gehen – denn dahin muss der Bewohner ja so oder so“, sagt die gerontopsychiatrische Fachkraft und lacht. Nur der Weg dorthin ist ein anderer. „Wir gehen aktiv auf die Menschen zu und können uns jetzt besser einfühlen“, so Schüppert. Die Auswirkungen nehmen Bewohner und Mitarbeiter gleichermaßen wahr. „Man merkt einfach, dass die Bewohner die Echtheit spüren“, ergänzt Renate Kehrt. Das wecke viele positive Ressourcen, gebe Kraft und Energie.

Wertschätzung als Ansporn

Am Caritas-Altenzentrum St. Hedwig ist das Konzept ein voller Erfolg: „In der Evaluation wurde die Stimmung im Team deutlich besser eingeschätzt“, erklärt Michael Meyer. Auch Arbeitszufriedenheit und Wertschätzung nahmen im Projektverlauf zu. Gerade Letzteres ist es, woraus Judith Schüppert und Renate Kehrt besonders schöpfen: „Man merkt, man ist nicht nur da, um irgendwas zu tun, sondern das, was man macht, ist unglaublich wichtig.“ Die Anerkennung von den Angehörigen, von den Kollegen und von den Chefs sei einfach super. „Wir sind seither im Haus zusammengewachsen“, verdeutlichen die Pflegerinnen.

Was ist Basale Interaktion?

Basale Interaktion ist erlebnisorientiert und stellt die Pflegefachperson und ihre Persönlichkeitsentwicklung in den Mittelpunkt. Pflegende lernen zunächst in Schulungen ihren Selbstwert zu stärken und eine positive Haltung zu ihrer Arbeit aufzubauen.

Der Grundgedanke der Basalen Interaktion ist, dass nur eine entspannte und achtsame Pflegefachperson die Bedürfnisse und besonderen Fähigkeiten des Patienten gut erkennen und in der Umsetzung begleiten kann.

Im weiteren Prozess konzentriert sich Basale Interaktion dann auf die vorhandenen Ressourcen des Patienten und unterstützt diese mit bestimmten Berührungen, Bewegungen, Atemübungen oder Musik. Ziel ist, dass der Patienten wieder mehr Begeisterung für sein Leben entwickelt.

Neuesten Ergebnissen der Gehirnforschung zufolge ist das vor allem dann der Fall, wenn etwas Bedeutsames passiert, wenn einem etwas „unter die Haut geht“ oder man sich berührt fühlt. Dadurch werden im Gehirn die emotionalen Zentren aktiviert und es werden neuroplastische Botenstoffe ausgeschüttet, die sich positiv auf die eigene Begeisterungsfähigkeit auswirken.

Pressebild Bericht Rheinpfalz 27-10-2018

Pressebericht in der Rheinpfalz am 27.10.2018 über das Projekt BASALE INTERAKTION im Caritas-Pflegezentrum St.Hedwig in Kaiserslautern

Am 27.10.2018 gab es einen schönen Artikel über "Basale Interaktion" in der Rheinpfalz.

Ich freue mich sehr über den großen Erfolg des Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in Kaiserslautern. Es zeigt die große Wirkung des Konzeptes der kleinen Schritte.

Michael Meyer

https://www.rheinpfalz.de/lokal/kaiserslautern/artikel/neues-konzept-hat-sich-bewaehrt/

Basale Interaktion, erlebnisorientierte Kommunikation für Kurzentschlossene im Odenwaldinstitut vom 19.-20. Oktober 2018

Wir möchten Sie ganz herzlich einladen zu dem Grundkurs. "Basale Interaktion - erlebnisreiche Kommunikation für Kurzentschlossene". Der Kurs richtet sich an alle, die mit pflegebedürftigen Menschen arbeiten und die Beziehung zu sich selbst stärken möchten. Wir denken dabei auch an die vielen pflegenden Angehörigen und an die Menschen, die sich diesbezüglich ehrenamtlich engagieren. Ehrenamtlich Tätige können über die gemmeinnützige "Stiftung Lebenswerte" eine Bezuschussung von bis zu 50% der Teilnahmegebühr beantragen.

Wenn es um Pflege geht, denken die meisten an Überforderung und Stress. Die Basale Interaktion dagegen geht von einer entspannten und kreativen Kommunikation aus, die beim Anwender beginnt. Die vier internationalen nonverbalen Sprachen: Berührung, Bewegung, Atem und Musik machen es möglich.

Die wissenschafltichen Ergebnisse des Instituts für Technik und Arbeit der Universität Kaiserslautern bestätigen diese Annahme.

Anmeldung und weiter Informationen zu diesem Kurs:

https://www.odenwaldinstitut.de/kurse/liste/kurs/kompetenz-in-der-pflege-basale-interaktion

Artikel über Basale Interaktion in der Juli-Ausgabe 2018 DIE SCHWESTER DER PFLEGER

In der renommierten Pflegezeitschrift „die Schwester-der Pfleger“ ist in der Juli-Ausgabe 2018 ein Bericht über die BASALE INTERAKTION erschienen.

Sie können den Artikel hier nachlesen.

/files/die_schwester_der_pfleger_07_2018_meyer.pdf

Wir danken der Bibliomed Medizinische Verlagsgesellschaft mbH für die Freigabe.

Seniorenwegbegleiter.de - das erste gemeinnützige und ganznheitliche Portal in Deutschland, das sich an Pflegende und pflegende Angehörige wendet

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde,

darf ich vorstellen? Seniorenwegbegleiter.de - das erste gemeinnützige Portal in Deutschland, das sich ganzheitlich an ehrenamtlich oder hauptberuflich Pflegende und pflegende Angehörige wendet.

-> jetzt anmelden und stöbern: http://www.seniorenwegbegleiter.de

Seniorenwegbegleiter.de ist eine Plattform für Pflegende, Therapeuten, Behandelnde, pflegende Angehörige und alle, die sich für und mit Senioren engagieren. Sie soll den involvierten Personen folgendes bieten:
allgemeinen Erfahrungsaustausch,
breite Informationssammlung (Dokumente, Videos, Audio, Links usw.),
gezielte Informationen zur Kommunikation mit Senioren,
Ideensammlung und Diskussion neuer Konzepte,
Qualifizierung und Weiterbildungsangebote,
Vernetzungsmöglichkeiten und persönlichen Austausch (Chat-Funktionen),
In diesem Zusammenhang bieten wir professionell pflegenden Seniorenwegbegleitern und ehrenamtlich Tätigen auch die Möglichkeit, pflegebedürftige Menschen im häuslichen Bereich zu begleiten.

Vielleicht fühlen sich einige von Ihnen im ersten Moment gar nicht angesprochen, weil Sie sich noch so jung fühlen und das Altsein noch so weit weg ist und Sie auch in keinem Gesundheitsfachberuf arbeiten.
Aber: Das Portal richtet sich auch an alle, die ein mulmiges Gefühl haben, wenn sie daran denken, selbst einmal alt zu sein und mithelfen wollen, daran etwas zu ändern. Jeder von uns wünscht sich eine bestmögliche Lebensqualität im Alter.

Alle können von den innovativen Inhalten auf dem Portal profitieren und in einem geschützten und vertrauensvollen Rahmen aktiv kommunizieren und wertvolle Impulse bekommen, um die eigene Lebensqualität und die der Pflegebedürftigen zu verbessern.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie mit unserer Vision "Seniorenwegbegleiter" erreichen und berühren könnten. Die Themen gehen uns früher oder später alle an.

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Lassen Sie uns in einem starken Miteinander füreinander da sein und zeigen was mit uns alles geht. Eine aufbauende und verständisvolle Kommunikation ist dann am kostbarsten, wenn es uns selbst oder unserer Familie gesundheitlich nicht gut geht.
Begnügen Sie sich nicht mit den herkömmlichen Methoden, wenn damit keine gute Lebensqualität herbeigeführt werden kann.

Werden Sie Seniorenwegbegleiter und teilen Sie mit uns Ihre Visionen im Umgang mit älteren pflegebedürftigen Menschen

Sollten Sie Schwierigkeiten bei der Anmeldung haben oder sich nicht zurechtfinden, lassen Sie es uns wissen. Unsere Redaktion hilft Ihnen gerne weiter.
Das Portal lebt von Ihrem aktiven Mitmachen.

Danke für Ihr Vertrauen.

Ihr
Michael Meyer

Bild 4 Prüfung Praxisanleiter Basael Interaktion

BASALE INTERAKTION - Erlebnisorientierte Kommunikation bei Menschen mit Demenz

Immer mehr Pflegeinstitutionen erkennen, dass kurzfristige Schulungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitsfachberufen keinen nachhaltigen Nutzen bringen. Entscheidungsträger müssen am Ende ihrer qualitätssichernden Maßnahmen oft feststellen „außer Spesen nichts gewesen“.
Das Caritas-Altenzentrum St. Hedwig in Kaiserlautern hat deshalb „communicari concepts“ in Kooperation mit der Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer mit dem Projekt „BASALE INTERAKTION - Erlebnisorientierte Kommunikation bei Menschen mit Demenz“ betraut.
Das Projekt hat im Frühjahr 2016 begonnen und endet 2018.
In der ersten Umsetzungsphase wurden sechs Praxisanleiterinnen für Basale Interaktion (PraBI), ausgebildet. Diese Kompetenzen unterstützen den Prozess in der Einrichtung und machen die Einrichtung langfristig autonom in der Umsetzung.
Im weiteren Verlauf werden in den nächsten drei Jahren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege in dem Konzept der „Basalen Interaktion“ geschult. Nach dreitägigen Grundkursen, die auch von den Führungskräften des Hauses besucht werden, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem durch Praxiscoachings in ihrem direkten Arbeitsfeld unterstützt. Es hat sich schon in der Vergangenheit gezeigt, dass vor allem die Praxiscoachings das Instrument zu nachhaltigen Veränderungen sind.

Wissenschaftliche Begleitung der „Basalen Interaktion“

Das Projekt und deren Umsetzung wird erstmals wissenschaftlich begleitet.
Die wissenschaftliche Begleitung obliegt dem Institut für Technologie und Arbeit e. V.
an der Technischen Universität Kaiserslautern.
Wir sind bereits jetzt sehr zuversichtlich, dass die „Basale Interaktion“ zu einer deutlichen und nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität der Pflegenden und der pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner führt.

Kontakt

Jetzt sind Sie dran!

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Birkenstraße 34
66440 Blieskastel

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